02. August

1. Trainingstag

Hanskarl Rotzinger, Takuya Taniyama Shihan, Toribio Osterkamp




Die Nacht brachte den erwarteten heftigen Regen. Anja schien das Wetter ein wenig die Laune zu vermiesen.

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Nach dem Kaffee sah die Welt deutlich freundlicher aus (zumindest für mich), und wir fieberten dem ersten Training um 07:00 Uhr entgegen.

Dieses verlief zunächst recht ruhig: die Braungurtgruppe (in der Jiriki mit 7 Teilnehmern vertreten war!) durfte unter der Anleitung von Hanskarl Rotzinger trainieren, welcher wie gewohnt mit entspannender Musik die Meditaionsphase zu Beginn begleitete. Eingestimmt durch das Aufsagen des Dojokun durch zwei Danträger seines Dojos begann dann aber doch eine sehr anspruchsvolle Einheit, das Thema war das Erlernen der Kata Chinte.

Eine kurze Pause bis zur nächsten Trainingseinheit um 09:00 verbrachten wir mit dem Anstehen nach Kaffee- und Brötchen-Bons und den beschleunigten Verzehr.

Bereits im zweiten Training durften wir einen der japanischen Trainer genießen: Shihan Takuya Taniyama! Der Fokus der Trainingseinheit lag auf den Ständen und der Verbesserung der Stabilität im Zenkutsu Dachi (Partner drückt seitlich gegen das vordere Knie und versucht es nach aussen zu drücken) und das Schließen und Öffnen der Oberschenkel und verbunden damit das Drehen der Hüfte beim Kokutsu Dachi, das ganze in Abhängigkeit von der Bewegungsrichtung.

Um 10:30 Uhr waren wir um etwas Schweiß ärmer, dafür an Erfahrung deutlich reicher und so nahmen wir es gelassen hin, dass uns der Regen auch auf dem Rückweg zu den Zelten begleitete.

Das Nass forderte von jedem seinen Tribut, Anette hat er gehörig die Dauerwelle vermasselt, trotzdem blitzt ihr der Schalk aus den Augen.

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Unter der Markise konnte man die Unbilden des Wetters aussitzen, nur was tun, wenn man auf seinen Sitz festgenagelt ist? Schnell hatten einige der Jungster unserer Gruppe heraus, dass es hinter dem Photoapparat angenehmer ist, als vor ihm. So erfuhr ich am eigenen Leibe, was ich meinen "Motiven" sehr oft zumute: Achtung - lächeln!

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Das war nix - nochmal!
(ich hätte mich vorher rasieren sollen)

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Ah - Marc als Operator der Kamera hat ein hübscheres Model gefunden, wer jetzt aber glaubt, dass Carolin immer so nett lächelt, der sollte ihr mal im Kumite gegenüber stehen ...

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Jetzt sind wieder wir dran, Karin und Günther,

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und dann hat sich auch noch Katja erwischen lassen.

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Schlieslich erbarmte sich Chronos unser und schubste die Zeiger der Uhren auf 13 Uhr, die Ruhestunde war damit beendet, und wir rüsteten uns für die dritte Trainingseinheit. Der Regen wollte keine Pause einlegen und zwang uns so, die Schirme aufzuspannen,

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kurze Unterbrechungen des Regens wurden ignoriert.

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Das dritte und letzte Training wurde durch Toribio Osterkamp geleitet. Ich stellte mich auch ganz mutig in die Mitte der ersten Reihe, nachdem dort plötzlich eine Lücke entstanden war :-). Wir übten verschiedene Kombinationen mit Tai Sabaki (ohne Suri Ashi) und Fußtechniken (Mae Geri, Mawashi Geri) mit Partner. Das Training war wie erwartet extrem anstrengend aber schön!

Nach dem gewohnten Fußmarsch zum Campingplatz waren alle ziemlich platt....
Wir duschten und nach etwas ausruhen ..

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oder Hausarbeit ...

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rafften wir uns erneut auf und marschierten zum Festzelt, um noch etwas Essbares zu ergattern. Die Auswahl war leider nicht berauschend, aber egal, nach vier Stunden hartem Training und mehr als 6 km Fußmarsch schmeckt alles.

Der Rückweg zu den Zelten war der letzte Kampf des Tages, zumindest für die meisten von uns ...

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Am Zeltplatz angekommen wurden wir uns schnell über die weitere Gestaltung des Abends einig: Nichts wie in die Betten und schlafen!!!